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Die FKBG wurde 1997 in Buchholz in der Nordheide als gemeinnützige GmbH gegründet. Ziel ist die Erhaltung von historisch wertvollem Fahrzeugmaterial aus dem Feldbahnsektor und das heranführen von Jugendlichen an den Beruf des Eisenbahners. Grund für die Gründung der gemeinnützigen GmbH war, die letzten beiden Heeresfeldbahnlazarettwagen der Justizvollzugsanstalt Hamburg zu retten und nach und nach wieder aufzuarbeiten und einzusetzen. Das DFKM hatte leider kein Interesse an der Übernahme dieser Wagenkästen. Aus dem Mitgliederkreis des DFKM kam schon lange der Wunsch, eine längere Strecke befahren zu können, als 1,2 km. Mit dem Projekt "Wilde Erika" sollten die Felder mit dem Hof Wörme per Feldbahn verbunden werden. 2002 bis 2002 wurde der Betrieb der "Wilden Erika" durchgeführt, für den es eine Betriebserlaubnis vom Landkreis Harburg gegeben hatte. Es sollte eine Stammstrecke vom DB Haltepunkt Büsenbachtal bis Wörme mit der Option auf hofeigenem Gelände bis zum 2 km entfernten Gut Holm entstehen. Dabei sind 2 Lokomotiven und 6 Personenwagen beschafft und restauriert worden. Weitere 4 Wagenkästen kamen aus Polen nach Wörme und harrten dort Ihrer Aufarbeitung. Eine Lokomotive stellte Andreas Knopf aus Seiner Sammlung zur Verfügung, die Allerdings nicht mehr eingesetzt wurde. Bis 2004 sind dann die 6 betriebsfähigen Waggons nach Ilmenau, Hildesheim und Wietzendorf bei Soltau verkauft worden. Eine Lok ging Ebenfalls nach Wietzendorf. Von den 4 polnischen Wagenkästen wurde der Wagen 257 (heute Bistro) noch in Wörme mit Unterstützung durch das Berufsförderungswerk Buchholz und Winsen (INAB) und die Stadt Buchholz betriebsfähig Wiederhergestellt. Der Wagen kam dann für ein Jahr nach Zorge und stand dort vor dem Kurhaus, das zur Erlebniswerkstatt Zorger Willem umgebaut werden sollte. 2005 gelangte der Wagen zusammen mit zwei Anderen aus Polen beschafften Wagen zu Oekotech in Hamburg-Finkenwerder. ABM-Kräfte und 1-Euro-Jobber restaurierten im Jahre 2005 den Bistrowagen und mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde Malente und Leader + - Mitteln der EU auch den Wagen 381, der seit 2007 im Einsatz ist. Dieser Wagen gehört der Gemeinde Malente und steht der FKBG für Ihren Betrieb zur Verfügung. Noch 2006 wurden 25 Lokführer ausgebildet, zum Teil eine Qualifizierungsmaßnahme für die fünf 1-Euro-Kräfte, die uns ein halbes Jahr bei unserer Aufbauarbeit unterstützten. Mit nur einer Lok, die noch in Wörme die Hauptlast des Verkehrs bewältigte, wurden an insgesamt 100 Tagen 800 Züge - einschließlich der Arbeiszüge - gefahren. Die Fahrgastzahlen für 2008 beliefen sich auf ca.7000 Beförderungsfälle - pro Zug etwa 35 Personen. Um die Kosten für die Umspurung und die Reparatur der Lok und des Wagens 257 Sowie den Erwerb und Transport von drei Hochbordwagen aus Polen (Bj.1954) decken zu konnen, Konnte der Abbau der Strecke Soltau-Neuenkirchen auf Veranlassung der Stadt Soltau betrieben werden. Leider war schon vor Abbaubeginn klar, daß das Schienenprofil für Malente nicht geeignet war und die Gleise mußten an das Torfwerk in Scharrel weitergereicht werden. Der Erlös kam dann der Restaurierung zu Gute. 2008 wurde Ludger Guttwein Hauptgesellschafter der GmbH, der durch seine Deutsche Privatbahn GmbH die Strecke von der Mittenwalder Eisenbahnimmobiliengesellschaft GmbH § Co.KG kaufte. Im Dezember 2008 wurde der Name in "Kleinbahn Betriebs GmbH" geändert und der Sitz nach Bad Malente verlegt. Von Dezember 2008 bis März 2009 war die KLBG Eisenbahninfrastrukturunternehmen für die Strecke Malente - Lütjenburg. Bei einem Ortstermin vor Ostern 2009 schlug der Betriebsleiter der KLBG vor, die Konzession zurückzugeben, da die Fahrzeuge noch nicht ESBO-Abnahmefähig waren. Man empfahl uns, als Schienenbahn weiterhin die Bahn zu betreiben. Da auch der Bürgermeister noch 2008 uns empfohlen hatte, bis zur Gemeindegrenze weiterhin als Schienenbahn zu fahren und auch der Mehrheitsgesellschafter die Entscheidung uns überließ, entschieden wir uns für den Betrieb und nicht für deren Stillegung. Ostern konnte der Betrieb also wieder aufgenommen werden. Am 19.6.2009 wurde uns nach der Eröffnung am 2.6. der Betrieb von Seiten der Gemeinde mit Billigung des Ministeriums in Kiel und einem entsprechenden Schreiben des Hauptgesellschafters untersagt. Nach den uns inzwischen durch unseren Anwalt vorliegenden Unterlagen wurde bereits im März 2009 seitens des Gemeinderates in einer nichtöffentlichen Sitzung der Bürgermeister aufgefordert, dem Betrieb ein Ende zu bereiten. Es wurde darin angezweifelt, daß die Bahn überhaupt Touristen befördert. Schon im November 2008 ist auf einer nichtöffentlichen Sitzung von "Schallschutzwänden" die Rede gewesen. Auch eine Beendigung des Betriebes ist von Seiten der Gemeindevertreter des Ausschusses damals in Erwägung gezogen worden. Im August 2009 wurde seitens des Verwaltungsgerichtes Schleswig der sofortige Vollzug der Verfügung aufgehoben und als enteignungsgleicher Eingriff gewertet. Den entstandenen Schaden will die Gemeinde bis heute nicht bezahlen. Unser Antrag, die Konzession zurückzubekommen wurde abschlägig beschieden, da wir keine "finanzielle Leistungsfähigkeit" nachweisen konnten. Durch den Verlust in den 10 Wochen der Stillegung im Sommer sollen wir nicht dazu in der Lage gewesen sein. Ein Gutachten sollte erstellt werden. Selbst der Ministerpräsident Peter Harry Carstensen empfahl, dem Ansinnen seines Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) zu entsprechen. Nur komisch, daß wir für die Normalspurstrecke Süderbrarup - Kappeln keinen solchen Nachweis erbringen mußten und die Angelner Eisenbahn Gesellschaft u.G. die Nachfolgekonzession auch ohne Kapitalrücklage die Konzession erhielt. Fast Zeitgleich bemühte man sich seitens des LBV-SH darum, von dem Draisinenbahnbetrieb in Ratzeburg die erteilte Konzession als Eisenbahninfrastrukturunternehmen wieder einzukassieren. In der Zwischenzeit war die Plangenehmigung für den Umbau auf 600 mm, der uns seitens des Ministeriums nahegelegt wurde, positiv beschieden. Allerdings lag die Zustimmung der Gemeinde Malente nicht vor, weshalb der Plangenehmigungsbescheid zurückgezogen worden war. Dagegen hat das seit Dezember 2008 EIU für Regelspur, die Westfälische Almetalbahn GmbH (WAB), keinen Widerspruch eingelegt. Mittlerweile haben wir erfahren, daß von Seiten der Nachbarschaft Proteste gegen die Wiederinbetriebnahme der Bahn erhoben worden sind. Gegen diese Proteste ist eine Eisenbahn durch ihre Widmung geschützt. Das EIU könnte den Betrieb einer Schienenbahn besonderer Bauart dulden - was sie jedoch auf keinen Fall will, ganz im Gegensatz des für die Stillegung durch die Gemeinde Malente herangezogenen Schreibens der Deutschen Privatbahn GmbH vom Sommer 2008. Im Dezember 2009 schied Ludger Guttwein als Hauptgesellschafter aus. Gleichzeitig übernahm der alleinige Gesellschafter der KLBG die WAB und war bis Juni 2010 alleiniger Gesellschafter. Im Juni beschloss die Gesellschafterversammlung aufgrund der Untätigkeit der WAB beim Widerspruch gegen die Rücknahme des Entfallensbescheides für die Umspurung und häufige Abwesenheit des Geschäftsführers, den alleinigen Gesellschafter zum zweiten Geschäftsführer zu bestellen. Um die weitere Zusammenarbeit nicht zu gefährden, wurde die WAB im Juni an Ludger Guttwein zurückgegeben, nachdem für die Zukunft von "Hein Schüttelborg" entscheidende Dinge geregelt werden konnten. Allerdings wurden einige davon gleich nach der Rückübertragung wieder rückgängig gemacht. Von BINGO-Lotto wurde uns ein Zuschuß in Höhe von 25.000 EUR für den Umbau der Fahrzeuge zum Fahrrad-Umweltzug bewilligt - allerdings mit der Auflage, die Betriebsgenehmigung für Malente-Benz vorzulegen. Die Betriebsgenehmigung erhalten wir nur, wenn die Fahrzeuge entsprechend ausgerüstet sind. Für die Fahrzeugausrüstung müssen Vorauszahlungen geleistet werden. Mittlerweile ist der Petitionsausschuß des Landtages mit dem Problem befasst und wir hoffen, daß wir von dort Unterstützung erhalten. Wie sagte ein Journalist vom NDR vor ein paar Tagen so schön: "Euch müßte man die Füße küssen, weil Ihr soetwas Einmaliges in Schleswig-Holstein auf die Beine stellt!" Das wollen wir garnicht - eine endgültige Betriebserlaubnis wäre uns viel lieber! Nach vielen Drohungen seitens der Westfälischen Almetalbahn GmbH (WAB) und er Deutschen Privatbahn GmbH (DP) hatten wir am 3. und 4. Juli 2010 den Betrieb wieder aufgenommen, so wie es im Dezember 2009 abgesprochen war. Obwohl der LBV-SH noch im Mai mitteilte, daß es für "Kirmesbetrieb" nicht zuständig sei, untersagte der LBV-SH mit sofortigem Vollzug den Betrieb unserer Bahn am 9.7.2010. Gegen den sofortigen Vollzug klagen wir derzeit vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig, wie im vergangen Jahr bereits gegen die Stillegungsverfügung der Gemeinde Malente. Von dem Urteilsspruch des Verwaltungsgerichtes ist abhängig, wie und ob es überhaupt weitergeht mit "Hein Schüttelborg". Wenn es nach der Westfälischen Almetalbahn GmbH und der Deutschen Privatbahn GmbH geht, wird kein Schmalspurbetrieb mehr möglich sein. Auch auf Normalspur wird es erst ab Bahnhof Holsteinische Schweiz Betrieb bis Lütjenburg geben. Für den Abschnitt Holsteinische Schweiz - Malente wird die Gemeinde kräftig zur Kasse gebeten werden, da der Zugang zum Kurpark und die Verlegung des Weges am "Ollen Kotten" ohne Investitionen entfernt werden müssen - es sei denn der Bahnbetrieb wird nicht wieder aufgenommen. Nach den Erfahrungen in Klütz (Klütz - Grevesmühlen, abgebaut), Bad Lauterberg - Scharzfeld (abgebaut) und der Almetalbahn (abgebaut) dürfte es den Unternehmen keine Schwierigkeiten bereiten, auf diesen Abschnitt ebenfalls zu verzichten. Ob dann allerdings die Reststrecke auf Dauer sicher ist, wird von uns bezweifelt. Nicht nur der "Rasende Roland" auf Rügen wurde durch die Guttwein-Gruppe zeitweise stilleglegt, auch Süderbrarup - Kappeln fiel dieser zeitweiligen Stillegung zum Opfer. Die einst gute Zusammenarbeit zwischen der KLBG und den Dienststellen des Landes wurden auf diese Weise gründlich zerstört. Allerdings wurde ihm mit der Übertragung der Konzessionen auch alle Möglichkeiten dazu in die Hand gegeben, den Betrieb auf Schmalspur nachhaltig zu unterbinden. Sind wir erst einmal weg, ist der Weg frei für das, was Ludger Guttwein wirklich mit der Strecke vorhat. Die sicherste Eisenbahn ist eine stillgelegte und abgebaute Eisenbahn! . Die Strecken der gemeinnützigen GmbH: Von 1997 bis 2002 wurde die Strecke der "Wilden Erika" zwischen Wörme und Alter Schafstall in der Nordheide bei Buchholz betrieben. Verwirklicht werden konnte nur ein 1 km langer Torso, der zum Schluß noch am Schafstall ein Anschluß zum Ziegenstall erhalten hatte. Das Gemüsefeld und auch der Anschluß zum Schafstall für die Scheitholzzufuhr wurden ebenso nicht mehr verwirklicht, wie die bereits beantragte Verlängerung in Richtung Büsenbachtal und der Anschluß zum Hof mit dem Naturkeller und dem Hofladen. Sie wurde in Eigenarbeit erstellt Sowie auch wieder abgebrochen. Die Probleme mit der Gemeinde Handeloh, deren Gemeinderatsmitglieder in der Nähe zur geplanten Verlängerung zum Haltepunkt Büsenbachtal wohnten, führte zur Kündigung des Geländes durch den Grundstückseigentümer. Obwohl wir diese Kündigung nicht hätten anzunehmen brauchten, akzeptierten wir sie aufgrund zu weniger ehrenamtlicher Mitarbeiter und der vorgesehenen Verdoppelung des Pachtpreises. Dieter Hildebrandt hat in einem Seiner Bücher der Bahn ein würdiges Denkmal gesetzt - hören Sie sich gern eine Hörprobe auf dieser Homepage ein! Noch im letzten Betriebsjahr kam ein Abnahmebeamter des Landes Schleswig-Holstein zufällig vorbei und schätzte eine solche Bahn auf der Trasse Malente - Lütjenburg als durchaus denkbar ein. Noch 2001 bemühte sich die FKBG darum, die Strecke Soltau - Neuenkirchen von der OHE zu übernehmen, die ihr für 1 EUR angeboten worden war. Leider war die Stadt Soltau daran nicht interessiert, da sie Ausgleichsflächen für Ihre Straßenbauvorhaben benötigte und Neuenkirchen hatte sich auf einen Draisinenbetrieb versteift. Die Draisinenbahnen Berlin Brandenburg GmbH & Co.KG hatten bereits Interesse bekundet. Noch 2004 wurde Kontakt zur Gemeinde Wagelfeld aufgenommen, die gern die stillgelegte Torfbahn Ströhen ins Moor reaktivieren wollte. Der Eigentümer reagierte mit "hier fohrt keen annern as ick" und die FKBG zog sich zurück. Mit dem Bürgermeister wurde der Kontakt jedoch beibehalten und die FKBG übernahm beratende Funktion. Schließlich kaufte die Gemeinde Strecke und Fahrzeuge von dem Eigentümer ab, sanierte die Strecke und nahm unlängst den Betrieb sehr erfolgreich auf. 2004 übernahm die FKBG auf Empfehlung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr in Kiel die Infrastruktur der Normalspurstrecke Süderbrarup - Kappeln, um den dortigen Museumsbahnbetrieb der Angelner Museumseisenbahn sichern zu helfen. Mit geringen Mitteln und Unterstützung der Anliegergemeinden gelang es, die Strecke wieder flott zu machen. 2007 mußten einige Bahnübergänge erneuert werden, da die Spurweite nicht mehr stimmte. Die Bürgermeister signalisierten, daß sie die Bahn unterstützen. Eine Woche vor dem Besuch des Ministerpräsidenten, der 150.000 EUR an die Angelner Museumsbahn übergeben wollte, war die turnusmäßige Überprüfung der Strecke durch die Aufsichtsbehörde dran und es stellte sich heraus, daß drei Bahnübergänge erneuert werden mußten, da die Spurweite nicht mehr stimmte. Der Verein gab der FKBG ein Darlehen, damit die Arbeiten erledigt werden konnten, das von den Gemeinden getilgt werden sollte. Als es zur Abrechnung kam, ließ man uns im Stich. Wir blieben auf 18.000 EUR Verlust sitzen. Danach bemühten wir uns, die Konzession wieder zurückzugeben. Der Hautgesellschafter Ludger Guttwein veranlasste durch den Wechsel des Betriebsleiters die Stillegung der Strecke aus Sicherheitsgründen. Noch 2008 ist die Infrastruktur dann auf die neu gegründete Angelner Eisenbahn Gesellschaft uG übergegangen. Allerdings ist bei dieser Aktion viel "Porzellan" zerschlagen worden. Für den Geschäftsführer der KLBG blieb nur, seinen Posten zur Verfügung zu stellen oder die Aktionen des Hauptgesellschafters zu tolerieren.
Durch die Probleme bei der Schmalspur aufgeschreckt, bemühte sich die DP darum, einen machbaren Weg zu gehen, bei dem es keine bürokratischen Hemmnisse gibt, die Reaktivierung von Benz - Lütjenburg als Normalspurbahn. In den Aktivregionen wurde das Konzept vorgestellt und auf Wunsch der Aktivregion Schwentine bis Bahnhof Holsteinische Schweiz, um die Zustimmung zum "Leuchtturmprojekt" erhalten zu können. Eine Reaktivierung bis zum Banhof Malente scheidet aus Kosten- und Platzgründen aus. Sollte das Schmalspurprojekt aus bürokratischen Hemmnissen nicht zu realisieren sein, wird im Bahnhof Holsteinische Schweiz der Touristikverkehr enden. Die KLBG hat unterdessen die angedachte Verlängerung bis Hohwacht weiterverfolgt und eine Begehung des infragekommenden Geländes durchgeführt. Dabei ist festgestellt worden, daß keine Straßenkreuzungen erforderlich wären und die Trasse bis ins Zentrum von Hohwacht führen könnte. Die engen Kurvenradien erlauben allerdings nur Spurweiten bis 600 mm. Die Bürgermeister von Hohwacht waren von der Planung begeistert und sagten spontan nicht nur finanzielle Unterstützung zu. Die Trasse würde ausschließlich auf Gemeindegebiet von Hohwacht liegen und man hätte es nur mit wenigen Eigentümern zu tun. Eine Machbarkeitsstudie wird Aufschluß über die Realisierung geben. Bei der Zustimmung zum "Leuchtturmprojekt" ist die Verlängerung nach Hohwacht als anschließendes Projekt in der Aktivregion gefordert worden. Da der seit Dezember 2009 ausgeschiedene Hauptgesellschafter sich an die Absprachen nicht gehalten hat, nahm die KLBG am 3. und 4.11.2010 den Betrieb zwischen Malente und Bruhnskoppel wieder auf. Die Zusammenarbeit zwischen den Guttwein-Unternehmen und der KLBG wurden einseitig von Ludger Guttwein gekündigt, weil der ehrenamtliche Geschäftsführer der KLBG die Absprachen - inzwischen offenbar gegen seinen Willen - in die Tat umgesetzt hatte. Noch am 7.7.2010 erhielten wir eine Untersagungsverfügung mit sofortigem Vollzug vom LBV-SH in Kiel. Als Begründung wurde angegeben, daß die Fahrzeuge vielleicht nicht sicher genug sein könnten und wir ÖPNV durchgeführt hätten trotz der Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h. Dagegen haben wir wiederum vor dem Verwaltungsgericht in Schleswig geklagt. Von dort wurde eine Mediation vorgeschlagen, die wir sehr begrüßen. Dabei sollen vor einem erfahrenen Richter alle Beteiligten an einen Tisch und eine Lösung erarbeiten. Damit wären zwei Verfahren beim Verwaltungsgericht erledigt. Der LBV-SH ist zu der Mediation nicht bereit. Damit wird es eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes geben. Wir hätten eine einvernehmliche Lösung der Probleme vorgezogen, die mehrere Entscheidungen des Gerichtes erübrigt hätten. Nach wie vor sind wir der Meinung, daß bei gutem Willen auf allen Seiten der Beteiligten auch "Hein Schüttelborg" als wirkliches "Leuchtturmprojekt" nicht nur über Schleswig-Holstein sondern über die gesamte Bundesrepublik hinaus leuchten würde.
Fahrzeuge die bei der FKBG im Einsatz sind oder waren: Die FKBG bemühte sich seit 1997 um die museale Erhaltung historisch wertvoller Fahrzeuge. Das begann mit zwei Heeresfeldbahnlazarettwagenkästen, die bei HAWA 1919 in Hannover gebaut worden waren und bei der Justizvollzugsanstalt in Hamburg im Einsatz gewesen sind. Drei weitere befinden sich in Deinste beim DFKM. Da der Vorstand des DFKM damals kein Interesse an den Fahrzeugen hatte, übernahm die FKBG diese. Ziel war, auf einem Feldbahnnetz mit historischen Fahrzeugen einen Feldbahnbetrieb zu demonstrieren, wie er bis in die 30er Jahre auf vielen Gütern in Mecklenburg und Posen vorhanden war. Von Torfwerken in Lührsbockel bei Soltau und Lauenbrück kamen Torfbahnwagen dazu, die zum Transport von Holzscheiten oder Feldfrüchten verwendet werden sollten. Da die HF-Wagen nicht zu den aus Polen beschafften Personenwagen passten, gaben wir beide Wagen zunächst an Erk in Ilmenau ab. Einer ist inzwischen in Frankfurt beim Feldbahnmuseum gelandet. Aus Polen kam 2000 der Waggon 257 von der Waldbahn Bialystock nach Wörme, der dort als Hühnerstall fungiert hatte. Es handelte sich hierbei um einen auf dem Netz um Myszyniec eingesetzten Waggon, der die Sitzaufteilung 1 + 2 als Querbänke aufwies und mit über 2 m zu den breitesten Fahrzeugen der 600 mm Spur gehörte. Das Netz um Myszyniec war im ersten Weltkrieg vom Ostpreußischen Puppen aus in Richtung Polen errichtet worden. Während und nach den Kriegen ist das Fahrzeug in Ostpreußen eingesetzt worden. Die ursprünglich vorhandenen Heeresfeldbahndrehgestelle lassen auf eine Baujahr um 1914/18 schließen. Um das Fahrzeug langfristig für die Nachwelt zu erhalten, wurde es in die Stiftung Deutsche Kleinbahnen in Schwichtenberg über die Deutsche Privatbahn abgegeben. 2001 kamen drei Weyer-Personenwagen, die 1894 gebaut worden sind, nach Wörme. Sie wurden am See Ostrowce, dem ehemaligen Endpunkt einer Zweigstelle der heute als Touristenbahn in Betrieb befindlichen Kleinbahn Znin entdeckt. Auch zwei Betriebsnummern unter der PKP konnten in Erfahrung gebracht werden: 381 und 465. Dem zweiten Bauartgleichen Wagen hatten wir die Nummer 466 gegeben. Wagen 381 wurde an die Gemeinde Malente verschenkt, die den Wagen in Finkenwerder bei Oekotech (heute Movego) mit EU-Mitteln aufarbeiten ließ. Er erhält in Blankenburg eine Handbremse. Wagen 466 wurde ebenfalls bei Oekotech aufgearbeitet und an die Stiftung Deutsche Kleinbahnen (SDK) abgegeben, die auch die Restaurierungsarbeiten finanzierte. Wagen 465 gehört inzwischen ebenfalls zur Stiftung Deutsche Kleinbahnen und harrt seiner Aufarbeitung. Bei allen Fahrzeugen wurde der letzte betriebliche Zustand wiederhergestellt. Ursprünglich waren die Waggons als Abteilwagen geliefert worden. In den 20er Jahren erfolgte der Umbau. Pläne, einen der Wagen wieder in den Originalzustand zurückzuversetzen wurden aus finanziellen Gründen aufgegeben. Neben den Personenwagen kamen auch ein vierachsiger gedeckter Güterwagenkasten der Kleinbahn Znin (heute SDK), ein Behelfspackwagenkasten (heute SDK), ein Hochbordwaggon der MPSB (heute SDK), ein gedeckter Güterwagenkasten und ein Hochbordwagen der Kreisbahn Jarotschin, ein Schneepflugwagen der Kleinbahn um Mlawa (war im 1.Weltkrieg mit dem Netz Myszyniec verbunden), zwei Rungenwagen der Waldbahn Hainowka und drei Hochbordwagen der Industriebahn Tarnowka nach Malente. Einige Fahrzeuge sind bereits in ihren Ursprungszustand zurückversetzt worden. Der Rest harrt der Aufarbeitung. Zwei Deutz OMZ 122 F der Kieswerke in Gudow fanden auch den Weg nach Malente. Eine ist bei Schöma in Diepholz aufgearbeitet worden, während die andere noch auf ihre Hauptuntersuchung wartet. Mit den beiden Loks wurden von 2006 bis 2009 der gesamte Verkehr bestritten. Im Sommerhalbjahr kamen sie täglich mit den 1-EUR-Kräften vor dem Personenzug zum Einsatz. Auch während der Stillegung des Personenverkehrs fuhren die Loks täglich zum Einsatzort. Von dem Teichgut in Bayern befindet sich noch eine Draisine in Malente. Der Förderverein hat eine Ns 1 nebst drei Kipploren im Lokschuppen untergebracht. |




